Am 29.09.2026 lädt die Papenburger Gruppe der Menschenrechtsorganisation Amnesty International zu einem Vortag zum Thema: “Afghanistan alleingelassen – Frauen, Mädchen, ohne Rechte” ein.
Am 15. August 2021 übernahmen die Taliban de-facto die Macht in Afghanistan. Seitdem verschlechterte sich sowohl die humanitäre Lage als auch die Menschenrechtssituation dramatisch. Ein zentraler Grund dafür ist die systematische Abschaffung des Rechtsstaates durch die Taliban. An dessen Stelle trat ein System der Willkür, welches von Ungleichbehandlung, Folter, unfairen Verfahren und grausamen Strafen wie öffentlichen Auspeitschungen oder Hinrichtungen geprägt ist. Insbesondere sind Frauen und Mädchen davon betroffen, welche inzwischen nahezu sämtliche Rechte verloren haben.
Die Amnesty Gruppe Papenburg hat Ingeborg Heck-Böckler (Referentin von Amnesty International Deutschland) und Nasser (Geflüchteter aus Afghanistan) eingeladen.
Im Mittelpunkt des Abends steht die menschenrechtliche Situation in Afghanistan unter der Herrschaft der Taliban. Es geht um die zunehmende Geschlechterapartheid und Entrechtung von Frauen und Mädchen, die Gefährdung von Minderheiten und anderen besonders schutzbedürftigen Menschen, sowie um die Situation afghanischer Geflüchteter in Pakistan, denen Rückführungen nach Afghanistan drohen. Viele von ihnen hatten eine deutscher Aufnahmezusage. Thematisiert werden zudem die Herausforderungen und Gefahren für die afghanische Diaspora durch den zunehmenden diplomatischen Umgang mit den Taliban sowie die menschenrechtliche Verantwortung Deutschlands.
Die Veranstaltung beginnt am 29.09.26 um 19:30 Uhr im Niels-Stensen-Haus, Kirchstraße 14 in Papenburg
