Im Jahr 2025 wurden mindestens 2.707 Menschen in 17 Ländern hingerichtet – so viele wie seit 1981 nicht mehr. Der dramatische Anstieg von Hinrichtungen um 78 Prozent im Vergleich zum Vorjahr geht vor allem auf wenige Staaten zurück, die die Todesstrafe gezielt als Instrument der Einschüchterung einsetzen, allen voran China, Iran und Saudi-Arabien. Die aktuellen Höchstzahlen sind auf Rückschritte in wenigen Staaten zurückzuführen. Allein die Behörden der Islamischen Republik Iran richteten im Jahr 2025 mindestens 2.159 Menschen hin – mehr als doppelt so viele wie 2024.
Mehr als zwei Drittel aller Länder weltweit haben die Todesstrafe hingegen gesetzlich oder in der Praxis abgeschafft.
Die Todesstrafe ist die extremste Form staatlicher Gewalt: Sie ist unmenschlich, endgültig und lässt keinen Raum für Fehler oder Gerechtigkeit. In Iran können wir aktuell auf bedrückendste Weise mitverfolgen, wie Staaten die Todesstrafe systematisch einsetzen, um Menschen zum Schweigen zu bringen, benachteiligte Gruppen zu unterdrücken und Angst zu verbreiten.
Aus Anlass des Internationalen Tags gegen die Todesstrafe, der am 10. Oktober jedes Jahr die unmenschliche Bestrafung durch die Vollstreckung der Todesstrafe in den Fokus rückt, wird die Amnesty Gruppe Papenburg auch in diesem Jahr wiederum auf dem Wochenmarkt am Hauptkanal eine Aktion machen. Kommen Sie vorbei und unterschreiben Sie Petitionen und Briefe für ein Leben ohne Todesstrafe.
Wann: 09. Oktober 2026 von 9 – 13 Uhr
Wo: Hauptkanal rechts 57 – Papenburg
