CSD Emsland in Papenburg: Mit Beteiligung der Amnesty Gruppe Papenburg

Klar beteiligen wir uns wieder am CSD Emsland, der in diesem Jahr wieder in Papenburg stattfinden wird – sind wir doch im Orga-Team.

Gemeinsam Vielfalt verteidigen

Am Samstag, 12. September 2026, findet in Papenburg der CSD Emsland statt. Unter dem Motto „Vielfalt verteidigen!“ setzt die Veranstaltung ein deutliches Zeichen für Menschenrechte, Vielfalt, Gleichberechtigung und ein respektvolles Miteinander.

Angesichts der jüngsten Angriffe und Bedrohungen gegen CSD-Veranstaltungen und queere Menschen wird der CSD Emsland in diesem Jahr ganz bewusst unter dem zusätzlichen Zeichen „Jetzt erst recht!“ stehen. Damit wollen die Veranstalter deutlich machen: Einschüchterung, Hass und Gewalt werden nicht dazu führen, dass Menschen für ihre Rechte, ihre Identität und ihre Freiheit nicht mehr auf die Straße gehen.

„Wir wollen mit dem CSD zeigen, dass queere Menschen selbstverständlich zu unserer Gesellschaft gehören und ihren Platz mitten in der Gesellschaft haben. Gerade wenn versucht wird, Angst zu verbreiten oder Menschen einzuschüchtern, ist es wichtig, sichtbar zu bleiben und zusammenzustehen. Deshalb heißt es für uns in diesem Jahr ganz klar: Jetzt erst recht!“, erklärt Bettina Kruthaup vom Queeren Netzwerk Emsland.

Der Christopher Street Day wird vom Queeren Netzwerk Emsland zusammen mit Mitgliedern der Partei „Die Linke“, der Amnesty International Gruppe Papenburg und der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Papenburg organisiert und lädt Menschen aller Generationen ein, gemeinsam für eine offene und demokratische Gesellschaft einzustehen.

Die Schirmherrschaft übernimmt Pastor Frank Kribber. Er engagiert sich seit vielen Jahren für eine offene und vielfältige Kirche. Als Mitwirkender der Initiative #OutInChurch setzt er sich für die Gleichberechtigung queerer Menschen in der katholischen Kirche ein. Darüber hinaus ist er im Arbeitskreis „kreuz und queer“ des Bistums Osnabrück aktiv und wirbt für einen respektvollen und wertschätzenden Umgang mit allen Menschen – unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Identität.

Der Tag beginnt um 12:00 Uhr mit einem Queergottesdienst in der evangelischen Nikolaikirche, den Pastor Frank Kribber gemeinsam mit Beatrix Kaiser-Pohlen gestaltet. Um 13:00 Uhr versammeln sich die Teilnehmenden am Hauptkanal links und rechts von der Eventbrücke (auf Höhe Meyers Mühle). Von dort startet um 13:15 Uhr der bunte und laute Demonstrationszug durch die Papenburger Innenstadt. Mit der Demonstration setzen die Teilnehmenden ein sichtbares Zeichen für Vielfalt, Respekt und die Gleichberechtigung aller Menschen.

Im Anschluss an den Demonstrationszug wird der CSD offiziell eröffnet. Die Eröffnungsansprache hält Papenburgs Bürgermeisterin Vanessa Gattung, die damit die Unterstützung der Stadt für Vielfalt, Demokratie und ein diskriminierungsfreies Miteinander unterstreicht.

Am Hauptkanal am Kundgebungsort wird es zudem zahlreiche Info- und Mitmachstände geben. Verschiedene Gruppen und Organisationen stellen dort ihre Arbeit vor, informieren über ihre Anliegen und laden die Besucherinnen und Besucher zum Austausch und Mitmachen ein. Mit dabei sind die Aidshilfe Emsland, die Amnesty International Gruppe Papenburg, Eltern gegen Rechts, die Omas gegen Rechts, alle demokratischen Parteien, der Rainbow-Point, die Selbsthilfegruppe TIN sowie der VHS Papenburg.

Der CSD ist für uns nicht nur ein Fest, sondern vor allem eine Menschenrechtsveranstaltung. Das Recht, frei und selbstbestimmt zu leben, darf nicht davon abhängen, ob jemand in einer Großstadt oder im ländlichen Raum lebt. Wenn Menschen wegen ihrer sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Identität angegriffen oder bedroht werden, müssen wir als demokratische Gesellschaft gemeinsam dagegenhalten.

Damit wird der Kundgebungsort zu einem Treffpunkt für Begegnung, Information und gemeinsames Engagement für Vielfalt, Menschenrechte, Respekt und eine offene demokratische Gesellschaft.

Auch das Bühnenprogramm verspricht abwechslungsreiche und vielfältige Beiträge. Die Sängerin Gretjjee wird mit ihrem musikalischen Beitrag für Stimmung sorgen. Außerdem ist Katja Zwezerijnen mit einem weiteren Bühnenbeitrag dabei.

Durch das gesamte Programm führt die Dragqueen Ludmila Pacdikova, die den CSD Emsland als Moderatorin begleitet und mit ihrer Bühnenpräsenz, ihrem Humor und ihrer offenen Art für eine abwechslungsreiche und unterhaltsame Veranstaltung sorgt. Als Dragqueen und Moderatorin steht Ludmila Pacdikova selbst für die Sichtbarkeit und Selbstbestimmung queerer Menschen und setzt damit ein persönliches Zeichen für Vielfalt und Akzeptanz.

Wir wollen nicht, dass Hass und Einschüchterung bestimmen, wer sich im öffentlichen Raum zeigen darf. Der Hauptkanal soll an diesem Tag ein Ort sein, an dem Menschen unterschiedlicher Überzeugungen und Hintergründe zusammenkommen und gemeinsam für die unveräußerlichen Menschenrechte eintreten. Deshalb ist das Motto ‚Vielfalt verteidigen!‘ gerade in diesem Jahr besonders wichtig.

Der CSD ist weit mehr als eine Demonstration. Er ist ein Fest der Vielfalt und eine Einladung an alle Menschen, sich für eine offene, demokratische und solidarische Gesellschaft einzusetzen. Gerade in Zeiten, in denen CSDs und queere Veranstaltungen angegriffen, bedroht oder eingeschüchtert werden, gilt für Papenburg: Jetzt erst recht! Wir lassen uns nicht einschüchtern und überlassen den öffentlichen Raum nicht denen, die Hass und Ausgrenzung verbreiten.

Wir möchten an diesem Tag gemeinsam feiern, demonstrieren, diskutieren und vor allem zeigen, wie bunt und vielfältig unser Emsland ist. Jede und jeder ist willkommen. Es geht nicht darum, wer wir sind oder wen wir lieben – es geht darum, dass wir alle frei, sicher und gleichberechtigt leben können.

Gerade im ländlichen Raum ist es wichtig, queeres Leben sichtbar zu machen und deutlich gegen Hass, Ausgrenzung und Diskriminierung Stellung zu beziehen.

Alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, den CSD Emsland zu besuchen und gemeinsam ein starkes Zeichen für Menschenrechte und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu setzen. Vielfalt lebt vom Mitmachen – und in diesem Jahr ganz besonders: Jetzt erst recht!

Wichtig ist zu erwähnen, dass alle Teilnehmenden sich respektvoll – auch gegen Andersdenkende – verhalten. Falls es zu Provokationen kommen sollte, deeskaliert bitte – es bringt in dem Augenblick nichts und verdirbt nur die Stimmung – also feiert und macht Krach. Dann eine weitere Bitte: Beschädigt während der Demo und der Veranstaltung keine Wahlplakate! Beklebt keine Schilder, Wahlplakate usw. mit Stickern, Aufklebern usw. – Bringt uns und alle, die das machen nur Ärger und Scherereien ein. Danke für eure Unterstützung damit die Veranstaltung ohne Probleme über die Bühnen gehen wird.

Aktuelle Informationen zum Programm und zum weiteren Ablauf veröffentlicht das Organisationsteam über seine Social-Media-Kanäle (Facebook: queeresnetzwerkemsland und Instagram: csdemsland).