Am 07. März ist die Amnesty Gruppe Papenburg auf dem Wochenmarkt und setzt sich erneut für mutige Frauen aus dem Iran ein.
Ob Mütter, Sängerinen, Ärztinnen, Sportlerinnen, Studentinnen, sie sind überall in der iranischen Gesellschaft: Frauen, die ihr Kopftuch öffentlich ablegen, um für ihre Freiheit und für die Freiheit aller im Iran zu demonstrieren. Sie tun dies, obwohl sie wissen, dass sie dafür inhaftiert, vergewaltigt, misshandelt oder gar getötet werden können. Aber sie tun es dennoch – auch heute noch. Mit dieser Geste fordern sie ihre verbrieften Menschenrechte ein: Damit sie behandelt werden als Mensch, ohne Ansehen der Person. Sie wollen gleich Gleichbehandlung. Keine Unterdrückung.
Viele stehen an ihrer Seite, zahlreiche Männer, die LGBTI-Community, die Kurdinnen, die Belutschinnen, die Sunnitinnen, die Afghaninnen und andere Minderheiten, die in der Islamischen Republik seit Jahrzehnten unterdrückt werden.
Mit unserer Aktion am 07. März wollen wir uns solidarisieren. Ihnen auch zur Seite stehen. Unterschreiben Sie daher den Brief für Maryan Akbari Monfarea und die Petition für Pakhshan Azizi. Daneben haben wir noch einige weitere Postkarten oder Briefe/Petitionen für Frauen aus anderen Ländern, die gerne ebenfalls unterzeichnet werden können.
Wann: 07.03.2025 9 – 13 Uhr
Wo: Wochenmarkt, Hauptkanal rechts. 57, Papenburg (vor dem ehemaligen Ihr-Platz-Geschäft)
Infos zu Maryam Akbari Monfared
Die gewaltlose politische Gefangene Maryam Akbari Monfared wird seit März 2021 unter grausamen und unmenschlichen Bedingungen in einem weit von ihrer Familie entfernten Gefängnis in der Provinz Semnan festgehalten. Dies ist eine Repressalie für ihre offenen Briefe. Darin prangerte sie die Menschenrechtsverletzungen der iranischen Behörden an und fordert Wahrheit und Gerechtigkeit für ihre Geschwister, die 1988 verschwanden und außergerichtlich hingerichtet wurden. Sie ist seit fast fünfzehn Jahren zu Unrecht inhaftiert und muß noch weitere 3 Jahre im Gefängnis verbringen. Außerdem drohen ihr und ihrer Familie die Beschlagnahme ihres privaten Eigentums.
Infos zu Pakhshan Azizi
Pakhshan Azizi droht die Hinrichtung, nachdem sie im Juli 2024 von der Abteilung 26 des Teheraner Revolutionsgerichts zum Tode verurteilt wurde. Am 8. Januar 2025 wurde das Todesurteil vom Obersten Gerichtshof bestätigt. Ihr Todesurteil wegen “bewaffneter Rebellion gegen den Staat” (baghi) basiert lediglich auf ihren friedlichen menschenrechtlichen und humanitären Aktivitäten. Sie leistete zwischen 2014 und 2022 humanitäre Hilfe für Frauen und Mädchen, die von der bewaffneten Gruppe „Islamischer Staat“ vertrieben worden waren und sich in Lagern im Nordosten Syriens und in der irakischen Region Kurdistan
aufhielten.