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ENDLICH  FREI

Carlos Jorge Garay wieder bei seiner Familie

Erfolg für Amnesty-Gruppe Papenburg

 
Die Mitglieder der Papenburg Amnesty Gruppe hatten schon nicht mehr daran geglaubt, aber am 23. März kam die freudige Nachricht, daß Carlos Jorge Garay aus dem Gefängnis in Lima freigelassen wurde.

Seit ihrer Gründung im Dezember 2007 betreut die ai-Gruppe den von ihr „adoptierten“ Fall von „Carlos“, wie die Gruppenmitglieder ihn nennen.

Der heute 38jährige Garay war 20 Jahre alt, als er 1992 von einem Militärgericht wegen Terrorismus zu 25 Jahren Haft verurteilt wurde. Mehr als zehn Jahre später urteilte das peruanische Verfassungsgericht, dass es unrechtmäßig war, Zivilisten vor Militärgerichte zu stellen. Carlos Jorge Garay wurde ein Verfahren vor einem zivilen Gericht gemacht, an dessen Ende der lang ersehnte Freispruch stand. Doch die Freude wahrte nicht lang. Das Urteil wurde im Mai 2005 annulliert, Carlos Jorge Garay erneut vor Gericht gestellt. Nach einem abermaligen Freispruch 2006 versuchte er gemeinsam mit seiner Frau ins „normale“ Leben zurückzukehren. Sie bekamen ein Kind und begannen Vicuñas, eine Lama-Art, zu züchten. Doch die Hoffnung auf ein Leben in Freiheit wurde erneut zerstört, als Anfang 2007 ein weiteres Verfahren gegen ihn eingeleitet wurde. Seit Mitte 2007 war er im Castro-Castro Gefängnis in Lima inhaftiert.

Carlos Jorge Garay Freilassung Amnesty Gruppe Papenburg

    Wir stoßen an auf die Freilassung von Carlos Jorge Garay !!!

„Hinweise auf eine mögliche Freilassung lagen schon Ende 2009 in der Luft“, erzählt Gruppensprecher Gerold Siemer. Deshalb hat die Gruppe noch auf dem Weihnachtsmarkt im Dezember 2009 an der Nikolaikirche kräftig Unterschriften für die Freilassung von Carlos Jorge Garay gesammelt. Und auch die letzte Aktion im Februar 2010 in Zusammenarbeit mit dem Ems-Center Kino in Papenburg und dem Kino-Center in Leer im Rahmen des VHS-Film-Club war für die Freilassung von Carlos bestimmt. „Um nochmals richtig Druck zu machen“, wie Siemer betont.

So wurden über 500 Hundert Unterschriften auf Petitionslisten und viele Briefe von Bürgern aus dem Emsland und dem Landkreis Leer in Richtung Peru und an den Deutschen Botschafter Perus in Berlin verschickt, damit die Freilassung wahr werden konnte.

Doch leicht wird es für den ehemaligen Gefangenen, der mit Unterbrechungen viele Jahre unschuldig im Gefängnis verbracht hat nicht werden, um wieder in das „normale“ Leben zu finden. Garay hat quasi seine Jugend im Gefängnis verbracht und muß sich sein Leben nun erst wieder aufbauen.

„Wir werden natürlich Kontakt mit Carlos aufnehmen und ihm zur Freilassung gratulieren.

Endlich kann er wieder im Kreise seiner Frau und seines Sohnes sein“

Falls er nochmals angeklagt werden sollte, steht die Papenburg ai-Gruppe wieder bereit um einzuschreiten.

„Nun werden wir unser Augenmerk auf einen weiteren Fall in Sri Lanka legen.“ Die ai-Gruppe betreut dort den Journalisten „Tissa“, der zu 20 Jahren Haft verurteilt wurde, weil er über den Bürgerkrieg recherchierte.
 
 
 
Carlos Jorge Garay
           
Herr Carlos Jorge Garay im Castro-Castro Gefängnis



Carlos Jorge Garay kurz nach seiner Freilassung Amnesty International Papenburg


Carlos Jorge Garay kurz nach seiner Freilassung mit Frau und seinem Sohn